Letzten Sonntag war ich beim 5. Rheinstettener (Forchheim) Triathlon am Start. Der Triathlon war auf nur 40 Starter begrenzt. Die Strecken, die zu bewältigen waren, sahen wie folgt aus: Schwimmen 300m (Schwimmbad), dann 14 km auf dem Rad und 4 km Laufen. Mein Ziel sollte es sein, unter 48 Minuten ins Ziel zu kommen. Ich fuhr also um 09:30 Uhr zur Wettkampfbesprechung. Hier wurden grundlegende Sachen zur Sicherheit erklärt, da die Rad- und Laufstrecke nicht abgesperrt worden sind und man höllisch auf die Passanten, Spaziergänger oder Walker aufpassen musste. Danach erfolgte die Startnummernausgabe und ich wurde immer nervöser.
300m Schwimmen
Wie gesagt – geschwommen wurde im Hallenbad. Fünf Bahnen waren hierfür gesperrt. Das Schwimmbad hatte eine Länge von 25m, das machte also zwölf Bahnen für jeden. Auf jeder Bahn mussten acht Teilnehmer (verdammt eng) schwimmen. Ich hatte das Glück, dass ich mir mit fünf Frauen und zwei Männern die Bahn teilte. Ich schwamm mich also drei Bahnen ein und wartet bis es endlich los ging.
10 . . . 9 . . . 8 . . . .7. . . .6 . . . 5 . . . .4 .. . . AHHHH Shit Bademütze und Brille aufsetzen . . .3 . . . 2. . . . . 1 . . .. . BÄÄÄÄÄM
Die ersten zwei Bahnen schwamm ich relativ zügig, um den Schlägereien zu entgehen. Bereits nach der vierten Bahn überrundete ich meine Bahn-Mitstreiter und musste schauen, wie ich schnellstmöglich vorbei kam. Nach elf Bahnen ‚unterhielt’ ich mich noch kurz mit der Frau, die für mich die Bahnen zählte (10 Sekunden), ob es wirklich schon die letzte Bahn sei. Danach sprintete ich die letzte Bahn und sprang aus dem Wasser. Ich war tatsächlich First out of Water – Juhuuu! Es verging eine ganze Weile bis der Zweite aus dem Wasser kam.
14 Kilometer auf dem Rad durch den Wald
Als ich auf’s Rad sprang, kam der zweite Schwimmer (Vorjahressieger: Ironman Bestzeit von 09:56 Stunden) zum Wechsel. Ich fuhr die ersten 500m bewusst mit einer hohen Trittfrequenz, um das Blut in die Beine zu bekommen. Die Strecke führte komplett in den anliegenden Wald. Etwas 30% der Radstrecke war in einem katastrophalen Zustand. Auf den Teilstücken, die voll mit Schlaglöchern waren, fuhr ich besonders langsam, um mein Rad nicht zu beschädigen, denn das ist mir wichtiger als eine gute Radzeit
So kam es dann auch, dass mich bei Kilometer 8 der Vorjahressieger überholte. Ich hätte vom Tempo dranbleiben können, aber ich habe ihn ziehen lassen. Bereist jetzt war mir klar, dass ich ihn nicht mehr schlagen konnte, da er die 4km im letzten Jahr in 14 Minuten gelaufen ist. Bei Kilometer 10 kamen dann noch zwei andere Teilnehmer an mir vorbei. Aber ab dort begann dann das Teilstück mit gutem Asphalt. Ich konnte voll drücken und überholte die zwei wieder und zog davon. Der Führende konnte seinen Abstand auch nicht weiter ausbauen, da ich verdammt schnell unterwegs war. Kurz vor dem Wechsel, war auf einmal wieder der vor mir, den ich kurz zuvor überholt hatte. Wie kann das sein? Richtig, er kürzte die Strecke ab, indem er eine Abfahrt zu früh abgebogen ist. (Ob er es absichtlich gemacht hatte, lasse ich mal dahin gestellt) So fuhren wir als 3er Gruppe in die zweite Wechselzone ein.
4 Kilometer Laufen durch den Wald
Ich war relativ schnell beim Wechsel. Die ersten 100m lief ich allerdings wie auf Eiern. Aber dann bekam ich aber meinen Rhythmus und konnte das Tempo anziehen. Bereits während dem Wechsel wurde ich von zwei Läufern überholt. Der eine hatte ein verdammt hartes Tempo drauf. Den anderen hielt ich mir immer in Sichtweite (200m) bei Kilometer 3 überholte mich dann der Sieger der Winterlaufserie. Ich hielt meinen 5. Gesamtplatz bis ins Ziel.
Das Fazit
Ich bin mit dem Wettkampf sehr zufrieden. Ich wollte unter 48min. bleiben. Dies habe ich mit 46:40 auch geschafft. Die Einzel-Zeiten vom Schwimmen, Rad und Laufen lassen mich zuversichtlich stimmen. Es war zwar nur ein kleiner Wettkampf, aber das zeigt mir, dass ich auch schnell kann, hehe
Als nächster Wettkampf steht dann der Ironman 70.3 in Wiesbaden an. Dort will ich auf jeden Fall unter sechs Stunden finishen. Die Radstrecke wird ziemlich hart, aber ich habe auf dem Rad ziemlich gute Beine
Mein Hauptziel dieses Jahr: Ironman Hawaii rückt immer näher und meine Form steigt auch stetig. Ich freue mich schon auf den 9.10.2010 