Der frubiase® SPORT blog

15. Oktober 2007
von Axel

Axel – Montag, 15.10.

AxelDer München Marathon liegt hinter mir. Gefühlstechnisch überwiegt die Freude es geschafft zu haben. 3:49:01 h sagt die Zeitmessung. Dennoch, heute am Tag danach fühle ich mich wie ein Halbtoter. Jeder Muskel in meinem Körper schmerzt. Jede Bewegung wird von einem Stöhnen begleitet, das aus meinem tiefsten Inneren kommt. Aber die Zeit heilt ja bekanntlich alle Wunden…Der Schmerz geht, der Stolz bleibt!

Aber eins nach dem anderen. Der Tag gestern war perfekt. Ich fühlte mich fit. Zu Beginn waren wir echt schnell. Die ersten 7 km haben wir in gut 35 min geschafft. Die anderen beiden haben schnell gemerkt, dass mehr drin ist als „nur“ 4 Stunden und haben noch ein bisschen mehr Gas gegeben. Ich bin auf Nummer sicher gegangen und hab das Tempo beibehalten. Trotzdem muss ich mich hier sehr bei meinen Kollegen bedanken, die ersten 7 km waren extrem kurzweilig und haben den Grundstock für die aus meiner Sicht überragende Zeit gelegt. Vielen Dank, dass ihr mich da durchgepeitscht habt!!!

Erst bei km 30 zwischen Marienplatz und Sendlingertor bekam ich langsam Angst. Alles schmerzte. Bis km 34 quälte ich mich durch, hielt das Tempo so gut es ging, die Schmerzen wurden aber immer schlimmer, ich spürte jeden Schritt, die Kraft schwand in einer beängstigenden Geschwindigkeit… Bei km 40 … ich hörte schon von weitem die Musik… Ablenkung – dachte ich. Danke!!! Aber zu früh gefreut. Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis ich dem DJ verzeihe, dass er mir Kilometer 41 mit „time goes by, so slowly…“ versüßte.
Wie konnte es auch anders sein, ich wurde noch langsamer und unzählige Leuten liefen an mir vorbei, leichtfüßig, teils mit einem Lächeln auf dem Gesicht… Übermenschen dachte ich mir … anders ist das nicht möglich. Anderseits lagen am Wegesrand auch Läufer deren Krämpfe sie einfach nicht weiter ließen. Oh Gott bitte nicht jetzt, bitte nicht ich… Was soll ich sagen, es ging. Der Einlauf ins Stadion war überwältigend, die Freude im Ziel unbeschreiblich, der Blick auf die Uhr die reinste Genugtuung… Dank den 3:49:01 hat alles einen Sinn gehabt…42 km im Wechselbad von Himmel und Hölle!

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