Der frubiase® SPORT blog

26. Mai 2009
von run4miles

Mein Triathlon-Debüt

dantri1Hier kommt nun wie angekündigt mein Bericht vom Triathlon in Forst am vergangenen Wochenende. Pünktlich um sieben Uhr machte ich mich auf in Richtung Forst. Da ich während der Anmeldephase etwas zu spät war, konnte ich mich nur noch für den Volkstriathlon, eine Distanz von 0,5 km Schwimmen, 20 km Radfahren und 4 km Laufen, anmelden. Diese begann bereits um 9 Uhr und daher musste ich meine Wechselzone schon gegen 7:45 Uhr einrichten. Ganz neue Dinge kamen auf mich zu: Fahrradcheck und Helmcheck durch die Kampfrichter, Aufstellen des Fahrrads in den vorgewiesenen Slot, Aufbauen der Wechselzone. Aber alles lief reibungslos und kurz darauf traf ich auch Benjamin, der mein Debüt natürlich nicht verpassen wollte :)

dantri2Kurz vor Wettkampfbeginn begab ich mich Richtung See, um mich einzuschwimmen. Dies war leichter gesagt als getan, da mein Neoprenanzug leider noch nicht mal bestellt war :) Stattdessen startete ich mit meinen alten Surf-Neo, der auch noch ein Shorty war. Die Lufttemperatur betrug morgens noch frische 13 Grad und das Wasser war mit 18 Grad auch nicht das, was man von Baggerseen im Sommer gewöhnt ist. Aber es half alles nichts – rein in die nasse Pracht! Schnell spürte ich wie kalt der See noch war. Auch wenn ich es mir nicht anmerken lies – ich fror wie Sau :)

Nach einer kurzen Einweisung der Kampfrichter ging es auch schon zum Start. Der Startschuss fiel und es ging ins Wasser. Fußtritte oder Schläge bekam ich relativ wenige ab, obwohl ich mitten im Geschehen war. Nach knapp 200 Metern stellten sich aber die ersten Schwächen ein. Arme und Beine, die nicht durch den Neoprenanzug geschützt waren, wurden zunehmend schwerer und ich begann schnell zu unterkühlen. Die Atmung fiel mir schwer und ich wechselte wohl oder übel auf das Brustschwimmen. Nach 13:42 wechselte ich dann schließlich aufs Rad – für mich enttäuschend.

dntri3Der Wechsel verlief gut und so konnte ich schnell mit dem Rad losfahren. Hier der nächste Dämpfer: Mein Tacho funktionierte nicht und so musste ich mich an anderen Fahrern orientieren und wusste nie wie schnell ich unterwegs bin. Letztendlich war es ein Schnitt von knapp 30km/h. Hier wäre eigentlich auch mehr drin gewesen, aber ohne Tacho war es mir einfach nicht möglich die Geschwindigkeit einzuschätzen.

dntri4Jetzt sollte meine stärkste Disziplin folgen, das Laufen. Zwei Jahre lang laufe ich schon, zwei Jahre lang habe ich alles gemacht, von Kilometersprints bis hin zum Marathon, aber noch nie sind mir die ersten zwei Kilometer so schwer gefallen wie an diesem Tag. Meine Beine wollten nicht so wie ich. Mir kam der Lauf wie ein 6:30 min/km Schnitt vor. Nach knapp zwei Kilometern lief eine Triathletin neben mir her und sagte, ich solle versuchen mit ihr mitzuhalten, ich schaffe das schon. Gesagt getan! Ich ließ mich von ihr bis ins Ziel mitziehen und muss zu meiner Schande gestehen, dass ich ihr im Schlusssprint den Platz vor mir doch nicht gönnte *schaem* und so überholte ich sie knapp 100 Meter vor dem Ziel.

Alles in allem war es ein schöner Wettkampf und ich freue mich auf die weiteren. Das Training sollte ich zwar noch irgendwie steigern, aber auch mal schauen, wie ich das alles unterbringen kann.

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