10. September 2009
von Carsten Alfred Mattejiet
Zwischenstand auf dem Weg nach Dänemark
Extrem wird es demnächst mal wieder zugehen. Warum? Es geht nun ganz in den Norden, und zwar nach Nord Jütland in Dänemark zum 100 Meilen Lauf. Genauer: Auf die Insel Mors, die von einem Fjord umgeben ist. Extrem wird es vor allem, weil es ein extremer Gegensatz zum Chiemgau 100 ist. Bei dem 100 Meilen Lauf in Dänemark wird es nicht im Mindesten diese Höhenmeter zu bewältigen geben. Es werden auch nicht diese schweren Singeltrails auf mich warten. Dafür wird es überwiegend über Straßen gehen. Ende September soll es dort losgehen. Da wird es extrem dunkel sein, denn ein Blick auf den Mondkalender verrät mir: Es ist ein paar Tage nach Neumond. Also heißt es, so lange wie möglich mit möglichst heller Lampe laufen. Das nächste Extrem wird das Wetter sein, oder vielmehr der Wind. Es wird sicherlich viel Wind warten. Ihr seht also vor allem eines: Es wird extrem ![]()
Dementsprechend sehen meine Vorbereitungen aus. Vor jedem meiner langen Trainingsläufe werfe ich einen Blick auf die Wettervorhersage. Sagt diese Wind vorher, freue ich mich. Werden dann auch noch Regenschauer vorhergesagt, steigert sich meine Freude noch mehr. Nicht dass ich wahnsinnig gerne bei Regen und Sturm laufe, doch das sind die Bedingungen, die in Dänemark auf mich warten. Das kommt mir im Prinzip alles sehr entgegen. Hier trainiere ich auf einem Nivea von-4 m üNN bis 6 m üNN. Wie gesagt im Teufelsmoor ist es noch nicht einmal wellig. Das sind fast optimale Bedingungen. Im Teufelsmoor und entlang von Wörpe, Wümme und Weser bläst der Wind ungebremst über das platte Land. Windgeschwindigkeiten von 50 bis 80 km/h sind dann schon ein echter Gegner. Dazu kommt Regen, der auch mal waagerecht daher kommt.
Die größte Herausforderung beim dem 100 Meilen Lauf in Dänemark ist neben dem Wetter die monotone Muskelbelastung. Zwar wird es da auch ein bisschen wellig zugehen, doch das ist kein Vergleich zu dem Lauf in den Alpen. Dass fast alles auf Asphalt gelaufen werden muss, gefällt mir außerordentlich gut. Ich mag das Laufen auf Straßen. Hier im Teufelsmoor trainiere ich bis zu 90 % auf hartem Untergrund. In Dänemark muss ich mir in der Dunkelheit dann wenigstens keine Gedanken machen wo ich hintrete
Das ist gut, wenn auch tückisch. Denn Monotonie kann auch einschläfernd wirken. In den letzten Wochen galt also nun mein ganzes Augenmerk der monotonen Dauerbelastung. An den Wochenenden standen Läufe zwischen 40 und 50 Kilometern auf dem Programm. Es sollten immer Läufe über mindestens fünf Stunden sein. An den Tagen mit kurzen Einheiten, zwischen 20 und 25 Kilometern, musste ich sehen wie ich meine Familie möglichst optimal einbinden konnte. Da haben sich die Spielplätze im Bürgerpark, um den Werdersee, dem Stadtwald und dem Rhododendron Park als optimale Lösung herausgestellt. Laufrunden von 5 Kilometern waren die idealste Lösung für meine Frau und die drei Kinder.
Ich halte Euch auf dem Laufenden!