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27. November 2009
von Hüsseyin Bozkurt

Bericht über Woche Nr. 2 des Marathonprojekts

hBozkurtIch warte in meiner Zelle auf den Aufruf durch die Gegensprechanlage zum Start des Trainings. Man bereitet sich schon gedanklich Stunden auf dieses Training vor.
Es ist so weit – wir beginnen mit lockerem Laufen und ich spüre in meinem Kopf ein Gefühl der Freiheit, das alle negativen Gedanken verdrängt. Die Strecke, auf der wir unser Lauftraining absolvieren, befindet sich innerhalb der JVA. Aber in meiner Wahrnehmung empfinde ich ein Gefühl der Freiheit, obwohl diese Freiheit durch eine hohe Mauer sehr begrenzt ist. Bei dieser 6. Trainingseinheit laufen wir 45 Minuten mit gesteigertem Tempo. Das Gefühl körperlicher Anstrengung ist nach dem Training keineswegs unangenehm. Ich freue mich schon auf die nächste Trainingseinheit, die am Samstag stattfindet. Diese Einheit besteht aus 60 min. Gymnastik.

Ich freue mich schon auf Eure Kommentare!

Mit sportlichem Gruß
Hüseyin Bozkurt

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4 Reaktionen zu „Bericht über Woche Nr. 2 des Marathonprojekts“

  1. Hannes

    Schon oft habe ich gedacht, dass mir das Laufen ein gewisse Freiheit verschafft – Abstand von allem, glücklich sein. Doch in deinem Fall bekommt das mit der Freiheit noch eine ganz andere Bedeutung – schön ist das zu lesen!

  2. Thomas E.

    Hey Hüseyin,
    das hört sich wirklich gut an. Freiheit kann auch im Kopf sein! Das Laufen selbst wenn es manchmal anstrengend ist, macht im Kopf frei und manches sehe ich dann klarer.
    Also immer weiter machen und nicht aufhören!
    (“Aufgeben” das Wort gibt es für mich schon lange nicht mehr und bei Dir mit Sicherheit bald auch nicht mehr)

    viele Grüße

    Thomas

  3. Hüsseyin Bozkurt

    Hallo Hannes,
    danke für Deinen Kommentar, denn jede Reaktion auf meine Berichte ist für mich eine extra Motivation!
    Mit sportlichem Gruß
    Hüsseyin

  4. Hüsseyin Bozkurt

    Hi Thomas,
    danke für Deine Reaktion auf meinen Bericht. Ja, es stimmt – laufen macht den Kopf frei. Und das Wort Aufgeben hat es in meinem Leben noch nie gegeben. Auch unter diesen ungewöhnlichen Umständen ist Laufen für mich ein kleines bisschen Freiheit.
    Mit sportlichem Gruß
    Hüsseyin

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