Der frubiase® SPORT blog

18. November 2009
von Thomas Ehmke

KILL50 2009 survived!

tehmkeIch habe den KILL50 überlebt (sogar besser als ich dachte). KILL50 ist die Abkürzung für „kein idyllischer Landschaftslauf“. Er geht über 50 Meilen, sprich 80 Kilometer mit 2000 Höhenmetern. Und weil das allein ja noch nicht schwer genug ist, findet der Lauf nachts statt. Der Start ist abends um 17 Uhr und Zielschluss ist um 8 Uhr morgens. Noch dazu sind es Trails und die liegen  so richtig abseits der Zivilisation, immer schön direkt durch die Schlafplätze der Wildscheine. Ich war ja schon das zweite Mal am Start, wie Ihr aus dem Vorbericht entnehmen konntet. Noch dazu hatte ich den Vorteil, dass ich die Strecke kenne und schon bei Tageslicht auf ihr trainieren konnte, was sich später als echter Vorteil erweisen sollte.

kill50091Kurz vor dem Briefing habe ich noch schnell ein Foto mit dem Race Director gemacht. Am Start waren mal wieder viele gute Freunde. Ein Großteil Wiederholungstäter wie auch Hauke König, den ihr ja hier vom Blog schon kennt. Gestartet wurden wir vom Race Director persönlich. Was für eine Atmosphäre. Danke noch mal, Michael! Und dann ging es in die Nacht. Schon nach 50m gibt es schon den ersten ‚Verlaufer’ der Führungsgruppe. Sie sind so schnell, dass sie bereits die ersten Reflektoren übersehn. Na, das kann was werden :) Ich laufe die ersten 20km mit Hauke zusammen und wir quatschen uns durch den Wald über die Trails. Der Wald ist wirklich nass und matschig, das Wetter meint es dafür diese Nacht gut mit uns – es ist trocken.

kill50092Nach ca. 20 Kilometern zieht Hauke ab und ich laufe ganz allein durch den Hildesheimer Wald. Meine neue Stirnlampe macht sich bezahlt und ich habe ein gutes Gefühl beim Laufen und es macht richtig Spaß. Ich bin ordentlich flott unterwegs schätze ich zu diesem Zeitpunkt. So laufe ich dann in Sibesse beim ersten von zwei Verpflegungsstellen ein und werde wie schon beim STUNT100 herzlich empfangen und versorgt. Dort werde ich über meine Platzierung aufgeklärt. Viele Läufer sitzen dort, ziehen sich um und versorgen sich. Mir geht’s so gut, dass ich nach einer Cola und etwas zu essen gleich weiter laufe.
Jetzt steht eine 26km Runde an bis ich wieder am gleichen Punkt bin. Diese Kilometer haben 1000 Höhenmeter. Von der Orientierung her ist es nicht schwer, und ab jetzt sehe ich wieder viele Läufer, die vor mir laufen. Ich überhole sogar Hauke und keiner von uns beiden weiß, wann wir uns das letzte Mal  gesehen haben. Naja ist ja auch dunkel gewesen.
Als ich ein zweites Mal in Sibesse einlaufe. werde ich darüber aufgeklärt, dass ich jetzt Zweiter bin, wenn ich gleich wieder los laufe. Ich versorge mich aber trotzdem langsam und lasse mir keinen Druck machen.
kill50093Mit einem Niederländer und einem anderen deutschen Läufer gehe ich dann wieder auf die Strecke und auf die letzten 30 Kilometer, ich weiß ab jetzt wird es richtig KILL50. Denn nun kommen die technisch schwierigen Stellen. Auf dem Bild seht Ihr zum Beispiel die Landebahn, das Highlight des Trails was Markierungen angeht.
Aber weder mir noch meinem niederländischen Laufpartner macht das viel aus, wir genießen es nicht alleine zu laufen und fegen über die Trails und durch den Wald. Sodass wir nach 10h13min zusammen den dritten Platz belegen. Wir haben es gar nicht mehr ausgelaufen wer schneller ist, ist ja auch egal! Spaß hat es gemacht.

Danke noch mal an alle, die sich für uns die Nacht um die Ohren geschlagen haben. Ohne Euch geht das einfach nicht! Und natürlich danke an die mehr als gute Orga bei diesem Lauf.

So und für mich geht’s nächstes Jahr wieder auf die Strecke, aber dann 100 Meilen also zwei Runden und das ganze nennt sich dann RUN2KILL.

Aber bis dahin ist ja noch ein wenig Zeit.

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2 Reaktionen zu „KILL50 2009 survived!“

  1. Hauke

    Du hast alles richtig gemacht und bist super gelaufen. Herzlichen Glückwunsch nochmal zu deiner Podestplatzierung. Wir sehen uns ja spätestens in Göttingen wieder.

  2. Thomas E.

    Danke, danke … mir keinen Druck zu machen war eine gute Entscheidung und hat den Lauf noch mehr zu einem Erlebnis gemacht.

    Das kann ich nur jedem Empfehlen ….. einfach den Lauf genießen der Rest kommt von ganz alleine.

    Gruß
    Thomas

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